Nachgedacht: Können einfache Atemmasken die Übertragung des Corona-Virus über die Luft fördern?

Wie wir wissen, gibt drei Übertragungsketten, wovon für die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus hauptsächlich zwei verantwortlich sein sollen, nämlich die Schmierinfektion über die Hände auf die (Gesichts-) Schleimhäute und die Tröpfchenübertragung auf die zugänglichen Schleimhäute. 

Schmierinfektion und Tröpfchenübertragung als Hauptursache für eine Ansteckung. 

Bisher wurde davon ausgegangen, dass die dritte Übertragungskette, nämlich die aerosole Übertragung als Ansteckungskette weniger in Betracht kommt. Aerosol heißt, dass sich Krankheitserreger aufgrund ihrer kleinen Größe im Mikro-/ Nanomillimeterbereich mit der Luft verbinden können, ein infektiöses Luftgemisch entsteht und somit eine Ansteckung durch das bloße Einatmen der Umgebungsluft möglich ist. Man kann es mit dem Rauchen vergleichen, wodurch die Schädigung der Lungen durch das Inhalieren/ Einatmen passiert, weil die Gifte in Verbindung mit der eingeatmeten Luft in die Lunge gelangen können. 

Die direkte Tröpfchenübertragung kann man in den Griff bekommen. 

Eine Tröpfcheninfektion bedeutet, dass die Tröpfchen so groß sind, dass sie auf der Haut und auf den Schleimhäuten „kleben“ bleiben. Diese Tröpfchen müssen eine gewisse Größe und Gewicht haben, um sich direkt verbreiten zu können und sich nicht mit der Luft verbinden.  können je nachdem zwischen 2,5 m und mehr „fliegen bzw. aufgrund ihres Gewichts in einem Umfeld „auf den Boden“ fallen. Deshalb hat man die Abstandsregelung eingeführt, auch wenn sie unterhalb der empfohlenen Grenze liegt. Aber das hat mehr oder weniger politische Gründe, weil wir im öffentlichen Leben nicht mehr Platz um uns herum (!) haben könnten als zwischen 1,5 m und 2,0 m. 

Droht uns die Ansteckungsgefahr über die Luft?

Mit der Einführung der allgemeinen Maskenpflicht und den erlaubten Möglichkeiten von einfachen OP-Masken über textilem Mundschutz bis hin zu Schals, die man sich vor Mund und Nase binden kann, haben wir uns die Frage gestellt, ob durch diese Schutzmaßnahmen ohne Filter die aerosole Übertragungskette gefördert werden könnte. Wir kamen auf diesen Gedanken nach Äußerungen von Prof. Dorsten in der Talkshow von Maybrit Illner „Konsequent gegen Corona – können wir schon lockerlassen?“ am 16.04.2020. Inzwischen befürwortet Prof. Dorsten eine Maskenpflicht ohne Filterfunktion (FFP2/ FFP3 und höher) und spricht aber gleichzeitig davon, dass sich die aerosole Übertragung von Corona verstärken könnte. 

Ein einfacher Mundschutz ist wie ein grobes Sieb. 

Jetzt haben wir uns mal die Denksportaufgabe gestellt, was ein Nasen-Mundschutz mit dem Sekret macht, das mit ziemlich hoher Geschwindigkeit aus Nase und Mund kommt. Wir können durch eine Maske ja atmen, das heißt, dass ein Luftaustausch stattfinden muss. Das mit normaler Geschwindigkeit. Aber es geht durch ein Textil durch, und jeder kann sich vorstellen, dass der Luftaustausch feiner wird. Das ist vergleichbar mit einer Sauce, die man durch ein Sieb lässt, um die groben Teile abzufangen. Aber die Flüssigkeit läuft durch, sie wird flüssiger und feiner,  hat aber immer noch feine Bestandteile von den Zutaten. Wenn wir das auf einen Maske übertragen, dann müsste der gleiche Effekt eintreten, dass die „Flüssigkeit“ also das ausgeatmete Luftgemisch mit seinen ganzen „Bestandteilen“ auch feiner wird. Und zwar so fein, dass die darin enthaltenen Krankheitserreger und aktuell das Corona-Virus so fein werden, dass sie sich mit der Luft verbinden können und damit die dritte Übertragungskette – Ansteckung über Atemluft – auf den Vormarsch bringen könnten.

Gut gemeinter Ratschlag mit fatalen Folgen?

Könnte es sein, dass wir jetzt das mögliche Ansteckungsrisiko durch die allgemeine Maskenpflicht mit unzureichenden Masken noch erhöhen. Der Weltärztepräsident Dr. Montgomery ist dieser Meinung, die nach unseren Überlegungen nachvollziehbar ist. Bei der allgemeinen Maskenpflicht könnte es sein, dass wir alle zusammen dieses Luftgemisch produzieren können. Das wäre eine mittlere Katastrophe, weil diese Ansteckungsgefahr über die Luft mit keiner Abstandsregelung, geschweige denn mit einfachen Masken oder Gesichtsschutz zu vermeiden wäre. 

Schweigen im Wald – keine Antwort.

Wir haben Prof. Dorsten per mail diese Frage gestellt und bis heute keine Antwort erhalten. Das ist bedauerlich und fördert nicht gerade das Vertrauen in die Aussagen eines Wissenschaftlers, der gleichzeitig die Bundesregierung berät. 

Unser persönliches Fazit:

Wir persönlich sind der Meinung, dass es besser ist, sich gegen Schmierinfektion und die direkte Tröpfchenübertragung schützen zu müssen, als jetzt auch noch bei jeder Gelegenheit in geschlossenen Räumen, also Einkaufen, am Arbeitsplatz und so weiter und so fort, Angst vor einer möglichen Ansteckung durch infizierte Luft haben zu müssen. Das wäre noch fataler für unsere Kinder, die sich die meiste Zeit des Tages in geschlossenen Räumen wie in Kindergärten und Schulen aufhalten müssen.