Ansteckungsgefahr durch Kinder: Die kindliche Übertragungskette.

Die Diskussionen hören nicht auf, ob Kinder ein besonderes Ansteckungsrisiko darstellen könnten oder eben auch nicht. Zurzeit laufen internationale Studien, auch Deutschland will Studien darüber in Auftrag geben. Warum Studien in Auftrag geben, wenn es natürliche Prinzipien der Ansteckung gibt, die für alle Menschen, ob jung oder alt gleich ablaufen. 

Wir haben diese Frage prominenten Virologen und Epidemologen gestellt. Leider haben wir – mal wieder – bis heute keine Antwort erhalten, die wirklich Aufschluss darüber geben und als verbindlicher Leitfaden gelten könnte. Stattdessen beruft man sich auf verschiedene Studien aus dem Ausland, z. B. die Schweiz und Island, die Vermutungen in die eine oder andere Richtung zulassen. 

Kinder können natürliche Reflexe nicht kontrollieren. 

Wir beziehen uns jetzt mal auf Prof. Kekulé und seine Aussagen, die er traf, als Corona/ Covid 19 in Deutschland ausbrach. Prof. Kekulé empfahl sehr schnell die Schließung der Kindergärten und begründete seine Empfehlung damit, dass Klein-/Kinder deshalb ein erhöhtes Risiko darstellen, weil sie aufgrund ihres Alters und ihrer Bedürfnisse ihr Hygieneverhalten nicht bewußt kontrollieren können. Mit anderen Worten, Klein-/ Kinder sind „undiszipliniert“, wenn es darum geht, wichtige Hygieneregeln einzuhalten. Prof. Kekulé meinte damit zunächst einmal die Reflexhandlungen, die eine Übertragung in den Körper möglich machen, insbesondere der Griff ins Gesicht. Diese Reflexe kennen auch wir Erwachsene alle mit dem Unterschied, dass wir sie bewußt wahrnehmen und kontrollieren können. Zusätzlich ist ein bewusstes Hygieneverhalten notwendig, das von Klein-/ Kindern unmöglich erwartet werden kann. Das sind insbesondere:

    • Finger aus dem Gesicht! 
    • Husten und Niesen in die Armbeuge.
    • Häufiges freiwilliges Händewaschen.
    • Abstand zu anderen Kindern und Familienangehörigen halten.

Kinder können sich nicht verhalten wie Erwachsene – die kindliche Übertragungskette. 

Das sagt der gesunde Menschenverstand: Infizierte Kinder geben durch den natürlichen engen körperlichen Kontakt zu ihren Eltern und zu ihren Bezugspersonen den Krankheitserreger weiter. Natürlich wollen sie auf den Arm genommen und gestreichelt werden. Klar, dass sie ins Gesicht von Mama und Papa fassen, auch dass sie Küsschen geben und geküsst werden wollen. Auch funktioniert es nicht, dass Kinder untereinander Abstand halten. D. h., dass ein infiziertes Kind in dem engen Kontakt durch Spielen, Raufen etc. ganz leicht ein weiteres Kind anstecken kann, weil die hohe Gefahr besteht, dass ein Kind dem anderen auch ins Gesicht fassen und damit die Schleimhäute des anderen berühren kann, womit eine Übertragung sehr wahrscheinlich geworden ist. Und dann geht es in der Familie weiter, wie weiter oben beschrieben. 

Unser persönliches Fazit: 

    • Kinder sind keine „anderen“ Menschen, deren Körper bzw. Immunsystem anders funktioniert. Ihr Immunsystem besitzt die gleichen Eigenschaften wie das von Erwachsenen. Je nachdem, über welche Abwehrkräfte das kindliche Immunsystem verfügt, kann sich ein Klein-/Kind anstecken wie ein Erwachsener. 
    • Klein-/ Kinder sind keine Virenschleudern, aber sie bilden eine besondere „kindliche Übertragungskette“, weil sie die Hygieneregeln, wie sie vorgegeben werden, nicht einhalten können! Eine solche Erwartung ist völlig unrealistisch. Wir Erwachsene tun uns schon schwer damit. 
    • Klein-/ Kinder bilden in einer Gruppe (z. B. Kindergarten, Grundschule) eine enge, unkontrollierte Übertragungskette, die sie zuhause durch den engen Kontakt zu ihren Familienangehörigen fortsetzen, wodurch das Ansteckungsrisiko für Erwachsene natürlich sehr hoch ist. 
    • Mal ehrlich, wir als Eltern wissen alle, wie häufig wir uns durch unsere Kinder schon mit Krankheiten angesteckt haben, die z. B.  im Kindergarten rumgegangen sind. Wie oft haben wir Eltern uns untereinander erzählt, dass wir uns bei unserem Kind angesteckt haben? Wie oft war das Kind zuerst krank und woher kam es? Warum sollte das bei Corona anders sein? Wir glauben nicht, dass Corona ein „kinderfeindliches“ Virus ist, also bei Klein-/ Kindern eine Ausnahme macht. Klein-/ Kinder, die in einer hygienisch „sauberen“ Umgebung leben, werden wie Erwachsene weit weniger mit Corona infiziert. Auch da gibt es keinen Unterschied zwischen Groß und Klein.

Die Zeiten sind für alle hart, ja, aber ich erlebe oft, dass Kinder sehr tapfer sind, wenn man ihnen Sondersituationen erklärt und sie zu kleinen Helden und Heldinnen erklärt, die sie für eine bestimmte Zeit sein wollen und können. Wesentlich problematischer ist der Umgang mit dem für deutsche Schüler und Schülerinnen ungewohnten homeschooling, weil in Deutschland immer noch die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht gilt im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – auch in Europa. 

Spielt die Wissenschaft der Politik in die Hände?

Die Politik steht unter Druck, weil die soziale Isolation und die fehlende Betreuung von Klein-/ Kindern nicht länger durchzuhalten sind. Auf der anderen Seite sollten wir Eltern vernünftig sein und nicht zu hohe Ansprüche an die Politik stellen, weil wir mit dem Stress nicht länger klarkommen. Leider liegen bis heute keine schlüssigen Zahlen vor, wieviele Klein-/ Kinder bereits erkrankt waren oder sind und wie heftig. Wenn allein diese Zahlen vorliegen würden, dann bräuchte man keine teuren Studien, um herauszufinden, ob Corona ausnahmsweise Kinder nicht befällt.  

Es macht aber keinen Sinn, dass Regierungen Studien in Auftrag zu geben, die politikfreundliche Aussagen treffen, damit sie mit wissenschaftlicher Rückendeckung so handeln können, wie sie müssen. Die Unterschiede in den Studien und in den Aussagen zeigen klar, dass die Wissenschaft nicht frei von politischen Interessen ist. Das ist unsere Meinung. 

Kind- und Jugendgerechte Hygienemaßnahmen. 

Klein-/ Kinder brauchen eine professionelle Hygieneumgebung, die bis ins Detail von Fachleuten durchgeplant ist und gleichzeitig kinderfreundlich ist. Das geht mit einer guten Logik und gesundem Sachverstand. Und mit dem nötigen Geld, das vorhanden wäre, wenn man in die aktive Bekämpfung geht anstatt die vielen wirtschaftlichen Ausfälle bezahlen zu wollen. Dann unterstützend einen  guten mechanischen Hygieneschutz, der eine Übertragung durch das kindliche Verhalten wie Nähe untereinander und durch die bekannten gefährlichen Reflexhandlungen gut unterbinden kann. Es macht unserer Meinung nach aber keinen Sinn, von ihnen die gleichen Hygieneregeln abzuverlangen, die uns Erwachsenen schon schwerfallen. Kinder suchen Nähe, Klein-/ Kinder sind spontan und verhalten sich unkontrolliert. Deswegen sind sie ja auch so liebenswert. Deshalb sollten wir zu ihrem gesundheitlichen Schutz alles – auch neu – denken und tun, damit sie bald wieder ihre kindliche Freiheit genießen können und als Jugendliche nötigen Freiräume bald wieder erhalten.